1. Was Ist Ein Life Coach | Claudia Lehmer
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Was ist ein Life Coach?

Mein zwinkernder und liebevoller Blick aufs Business

Gleich zu Anfang ein paar offene Worte: Ich hasse diesen Begriff. Das blöde ist nur, man ( also auch ich ) kommt da nicht drum rum. In den Google Suchmaschinen hat er sich so breit gemacht, es geht nicht ohne, keine Chance ohne Life Coach gefunden zu werden.

Gehen wir kurz zu den Anfängen: Coach bedeutet ursprünglich Kutsche und kommt aus dem Ungarischen. Das Urwort heißt Kocs, ein kleines Nest, das berühmt war für die Herstellung von gefederten Kutschwagen. Ein pfiffiger Schmied in dem Ort Kocs, ersann diese besondere Federung.

Die Erfindung sprach sich in Europa rum, da die Menschen und ihre Waren jetzt wesentlich sicherer transportiert werden konnten. Wegen dieser netten Geschichte wurde der Begriff Kutsche aus dem ungrischen Ortsbegriff Kocsi abgeleitet. Aus Kocsi, was so viel bedeutet wie – aus Kocs – Wagen aus Kocs.

So im 16. Jahrhundert wurde der Begriff in verschiedene, europäische Sprachen übernommen. Im englischen Coach, im deutschen Kutsche, im spanischen coche.

Seit 1556 ist Coach in der englischen Sprache nachgewiesen. Hauptsächlich wurde der Begriff im Zusammenhang mit sportlichen Aktivitäten genannt. Quasi der persönliche Tutor der Studenten, die durch diese Unterstützung ihre Leistungen verbessern konnten.

Hä? Was hat denn Coach mit Kutsche zu tun?

Ich sehe die Denkfalten auf eurer Stirn. An dieser Stelle darf ich sagen, diesen Teil der Geschichte mag ich. Dieser Teil erklärt die wirkliche Funktion des Coachs sehr anschaulich: Der englische Begriff Coach steht für komfortable Wagen, so viel haben wir gelernt. Im übertragenen Sinne ist gemeint:

Jemanden oder etwas, schneller oder bequemer zum gewünschten Ziel zu bringen.

Klingelt da was?

Genau.

Wir können also feststellen, Coaching ist eine Methode, die dazu führt, die Probleme hinter sich zu lassen – wegfahren – und die eigenen, gewünschten Ziele zu erreichen – hinfahren.

Wichtig dabei:

Nicht der Coach gibt das gewünschte Ziel vor, sondern der Fahrgast – der Coachee, eben wie in einer richtigen Kutschfahrt.

Dabei macht es Sinn, das der Kutscher die Wünsche und Ziele des Fahrgastes etwas im Auge hat. Auch hier wie bei einer wilden Kutschfahrt.

Im Coaching Mindset heißt das:

Bei der Fahrt wird keine gutgemeinte Lösungsstrategie vorgegeben, sondern zur Eigeninitiative ermuntert.

Dabei hält der Coach die Zügel in der Hand, denn eine/r muss den Weg im Auge behalten.

Was die Therapie im 20 Jahrhundert war, wird das Coaching im 21. Jahrhundert werden“

so der Psychologe S. Brockert.

Es ist eine super moderne Methode, die Menschen dabei zu unterstützen, ihre eigenen Heilkräfte zu aktivieren, um sich selbst zu helfen und dabei auf ihre eigenen Lösungen zu kommen“.

Wir erinnern uns an den Kutscher und den Fahrgast.

Hier bin ich als Mensch, als Claudia mehr als eine Trösterin und Zuhörein, hier kann ich meinen Fahrgast auf Ideen bringen und zu den Zielen begleiten.“

Ok, jetzt haben wir den Begriff Coach genauer unter die Lupe genommen. Also, was ist ein Life Coach?

Spannend bis hier?

Dann weiter.

Im Internet befinden sich so viele Life Coachs wie Blätter an einer stattlichen Buche im Hochsommer.

Doch was tun die alle?

Erst einmal, jeder kann Coach sein. Jeder kann auch Life Coach sein.

Aus meiner Sicht ist es auch äußerst sinnvoll, sich immer wieder mal selbst coachen zu lassen.

Ich bin auch ein Verfechter der These, das man mit Kindern in der Schule schon beginnen sollte, so zu arbeiten – hin zu der Ressource, eigene Strategien zu entwickeln, zu reflektieren.

Übrigens auch als Coach. Und hier fängt es an spannend zu werden:

Es gibt leider so viele Leute da draußen, die ständig Berge von Altlasten auf allen Ebenen mit sich rumtragen, selbst Life Coach sind, andere beraten aber nicht an ihrer eigenen Entwicklung arbeiten. Hier ist Vorsicht geboten.

Wenn wir genau die Begrifflichkeit nehmen, Life Coach, dann ist das die Lebens Kutsche? Die Kutsche, die durchs Leben fährt? Oder mein Leben fährt Kutsche?

Gemeint ist natürlich, das man mit nervigen, überflüssigen und belastenden Themen, die das Leben so für einen parat hat, besser klarkommt. Sich einen Kutscher an die Seite holt.

Doch was ist, wenn der Kutscher selber den Weg nicht kennt? Sich ständig auf dem Weg nach Hause mit seinen Gäulen im Wald verfährt? Rumirrt und hofft nicht gesehen zu werden, das er wieder mal falsch abgebogen ist. Nicht mal die Gäule vertauen ihm noch.

Wenn er also so unsicher unterwegs ist, kann der Fahrgast dann vertrauen? Kann der entspannen?

Also aus meiner Sicht ist es elementar, sich einen Life Coach an die Seite zu holen, der das Verfahren schon vor langer Zeit abgelegt hat. Eine gute und sichere Orientierung im Wald und auf den Wegen ist unerlässlich. Auch das Wissen, ich habe mich schon oft verfahren, es kommt aber nicht mehr vor, ich kann mir vertrauen.

Ein Life Coach fördert aus meiner Sicht Entwicklung, begleitet bei der Reise und hat den Weg im Auge, denn er hat eine innere Landkarte des Lebens.

Die ist aufgebaut aus vielen Lebenserfahrungen die gemeistert wurden, ohne nur Leichen zu produzieren und einer fundierten Ausbildung.

Glaubt mir, der Kutscher sitzt da nicht nur mit dne Zügeln in der Hand und fährt geradeaus.

Seine Pferde müssen von ihm den Weg zum Ziel gezeigt bekommen.

So wie die Fahrgäste.

Also, dicker Strich, Die Frage “Was ist ein Life Coach?” ist geklärt.

Aber ist es auch der richtige, für mich passende Life Coach?

Diese Frage könnt nur ihr beantworten. Schaut immer was euer Herz euch sagt, es kennt die Antwort. Fühlt rein ob es passt und dann auf ins Abenteuer auf neuen Wegen.