Die Sache mit der Liebe und dem Selbstwert             

 

In Vorbereitung zu diesen Zeilen kreisten meine Gedanken um das Thema Liebe.

 

Was macht das Wort Liebe bei Menschen?

Welches erste Bild haben sie im Kopf?

Liebe zum Kind oder zum Partner, Liebe zum Beruf oder zum Heim, zu den Eltern oder Geschwistern, Liebe zur Natur oder der Welt, zum Geld und Wohlstand, oder Sex mit und/oder ohne Liebe?

Ob einer an die Liebe zu sich denkt? Hm, eher nicht, oder?

 

 

Lieb dich selbst

bevor du mich liebst.

Steh zu dir selbst,

bevor du auf mich stehst.

Es ist nicht immer einfach

sich groß zu fühlen.

Auf kalten, harten Böden

aufzublühen.

Es ist nicht immer leicht,

wenn man alleine ist.

Ohne Gegenüber,

das einem sagt, wie schön man ist.

Doch es ist schwer,

wenn man liebt,

um zu bekommen was man nicht kriegt.

Und bist du

selbst nicht bereit,

ist verdammt schwer zu zweit.

Ich kann dir nicht geben,

was du selbst in dir nicht siehst.

Niemand kann vergeben,

was du dir selbst nicht vergibst.

Es ist nicht egoistisch,

wenn du dich selbst verehrst.

Willst du das Leben lieben,

lieb dich zuerst.

 

Co: Ganz wunderbarer Text vom Singer-Songwriter Andre Maris

 

 

 

Lieb dich zuerst….

Klingt einleuchtend, oder?

 

Ich höre schon die Stimmen im Kopf einiger Leser. Darf man das, ist das nicht egoistisch oder gar egozentrisch oder schlimmer noch narzisstisch?

Es ist gesund, verdammt gesund, traut euch, euren Selbstwert zu fühlen und zu leben.

Was nutzt es deiner Umwelt, wenn du dich nicht fühlst, deine Grenzen nicht spürst und benennst und dich zu häufig aufschaukelst, um im Außen allem gerecht zu werden, keinen inneren Hafen hast, keine eigene Farbe in dir siehst, die dir Kraft schenkt?

Das nutzt keinem. Sich lieben heißt, achte auf dich, nimm dir Zeit und setz dich mit dir auseinander, lass Leere und Stille zu und schau was passiert, nicht weg. Sei gnädig mit dir, akzeptiere Licht und Schatten, weiß bis schwarz und übertrage das in deine Umgebung. Sich lieben bringt Frieden, innen und außen.

 

Ich möchte euch ein sehr persönliches Beispiel erzählen, in dem ich sehr auf mich geachtet habe:

Knappe 10 Jahre beschäftigte ich mich hauptberuflich mit Tantra, parallel arbeitete ich als Personal Coach. Alles was zum Tantrischen gehörte, die Lehre, die Massagen, das Lebensmodell dahinter vertrat ich ohne Wenn und Aber.

Ich hatte große Praxen und arbeitete mit Frauen und Männern.

Meine Rangehensweise war immer geprägt von meiner Sicht auf Tantra. Das Heilende, das Erweiternde, das tief Menschliche, große Intensität leben dürfen. Die Menschen verließen voller Emotionen und satt (im Sinne von voll) meine Räume.

Alles lief prima, ich konnte in meinem Flow und Spirit arbeiten.

 

Dann veränderte sich die Situation.

Die Qualität der Anrufer für einen Termin in meiner Praxis ließ nach. Sie suchten nur nach der schnellen Mangelbeseitigung. Meine ganze Energie, Liebe und Kraft, die ich in diese Arbeit steckte, wurde unterlaufen. Die Zeit war schnelllebiger und auf reine Sexualität ausgerichtet.

 

Ich setzte mich in ein Cafe und dachte nach.

Die zentrale Frage war:

Was bin ich bereit für Geld und Sicherheit zu tun? Inwieweit passe ich mich an?

Was macht mich glücklich und was sagt mein Spiegelbild?

 

Die Entscheidung fiel schnell,

ich gab alles auf. Komplett, ohne Netz und doppelten Boden.

 

Das Gefühl in mir war prima. Es war echt, nah an mir und erfüllte mich mit Glück.

Ich komme da zuerst, meine Sicht auf mich, mein Selbstbewusstsein strahlte.

 

Heute genieße ich die Momente, in denen ich meinen Erfahrungsschatz an meine Tantra Seminar Teilnehmer weitergeben kann, ganz ohne Massagen die ich selber gebe. Sie lernen untereinander das wahre und echte Tantrische, ich leite an und begleite. Sie verlassen mit leuchtenden Augen den Raum.

Jip, alles richtig gemacht.

Und so halte ich es mit allen Feldern. Die Frage ist immer:

 

Was macht mich glücklich und was kann ich liefern… klar und authentisch.

 

 

 

 

 

 

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