5 Phasen der Depression

Körpertherapie bei Depressionen

 Was sind die 5 Phasen der Depression

Und was eine begleitende und unterstützende Therapieform dabei leisten kann:

Die achtsame und berührende Körpertherapie! 

Phase 1 und Phase 2

Perfektionismus / Versagensgefühl

Phase 3

Stilllegung als Form des inneren Rückzugs

Phase 4

Gleichgültigkeit im Alltag

Phase 5

Im eigenen Saft schmoren

(Plus der 6 Phase)

Resignativ-verbitterte Symptombehandlung

 

5 Phasen der Depression

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wenn die Sonnenstrahlen nur noch für Traurigkeit sorgen….

 

Es ist dieser Blick zur Decke, der lange an einer Stelle haften bleibt. Die Sonne gewinnt an Kraft und die Geräusche im Hintergrund nehmen zu. Er sagt nichts. Schaut nur.

Am Ende dieses Tages wird er davon berichten, wie mühsam das Aufstehen auch an diesem Morgen war.

Heute war wieder dieser schwarze Tag, dieses Loch. Das Einkaufen hat zu lange gedauert, zu lange, um nicht besorgt zu sein.

 

Ich habe Schwierigkeiten mich im Geschäft zurechtzufinden. Laufe ewig orientierungslos durch die Reihen und weiß nicht mehr, was ich hier wollte. Es ist furchtbar und ich habe Angst, andere bekommen das mit.

Kannst Du mir für das nächste Mal einen Zettel mitgeben, fragt er seine Partnerin.

 

 

Laufen.

Wenn die Kraft reicht, dann hilft es ihm. Hilft die Gedanken abzulaufen. Reicht die Kraft nicht, dann überwältigt der Wunsch zu schlafen.

Du siehst oft so traurig aus, lach doch mal, das, so sagt er, ist ein drecks Satz.

 

Wenn es so einfach wäre, würde ich es sofort ändern.

 

3-2-1 Peng!

 

Habe ich Depressionen?

Depression hat viele Gesichter, keins ist leicht zu nehmen und keines fällt leicht.

Es ist der gefühlte Verlust von Sicherheit im Allgemeinen, von der Anbindung an das Gefühl des Lebensglücks, von Neugier und Aktivität. In einer Studie des Rheingold Instituts Köln wurden 80 Betroffene zwischen 20 bis 60 Jahren befragt. Fast alle betroffenen Personen berichteten, sie fühlen unendliche Traurigkeit in sich, lahmgelegt sein und eine starke Überforderung im Alltag. Außerdem wurden Ärzte und Apotheker befragt, was ihnen im Umgang, in ihrem Alltag mit depressiven Menschen auffällt. Aus den Ergebnissen entwickelten die Forscher eine Art Psycho-Logik, um den Mechanismus der Depression besser zu verstehen. Es scheint charakteristische Merkmale zu geben, die nacheinander ablaufen, die 6 Phasen der Depression ( viele kennen es als 5 Phasen der Depression).

Bei Verdacht auf eine Depression ist in jedem Fall der Gang zum Hausarzt wichtig!!

 

 

Eine mögliche, begleitende Therapieform:

Körpertherapie bei Depressionen | Berührungen nähren und stärken Menschen!

Bedenken wir, dass mitfühlende, achtsame und wertschätzende Berührungen ein Grundbedürfnis aller Menschen darstellen, dann ermöglicht die achtsame, berührende Körpertherapie dies in einem sicheren, therapeutischen Kontext. Sie schafft für Dich eine Erfahrung des Angenommen seins und der achtsamen und respektvollen Begegnung mit dem Anderen. Das Berührt werden, das sich aber nicht ausschließlich auf den Körper bezieht, sondern alle Aspekte des Menschseins mit einbezieht und erfährt.

Dies wird für Dich eine ganz neue Erfahrung darstellen, die im Sinne einer „korrigierenden Erfahrung“, das eigene Körper- und Selbstbild, die Art und Weise des mit sich in Beziehung gehen könnens und das Erleben der eigenen Gefühlswelt, verändern wird.

Der Hausarzt gibt ihm eine Überweisung für eine Therapie. Dafür muss er viel telefonieren, denn die Plätze sind rar. Telefonieren ist eine Qual, das daran Denken ein Mind-Fuck. So viele Tage vergehen, so viele neue Anläufe die verhassten Anrufe zu tätigen. Die Absagen oder das nicht Erreichen der Ärzte, stellen ihn vor eine weitere schwierige Situation. Irgendwann klappt es und er hat die ersten Sitzungen hinter sich.

Vieles von dem, was er hört, macht Sinn für ihn. In dem Moment des Hörens ist Klarheit und Hoffnung. Daheim angekommen stehen die Möbel an der gleichen Stelle, der Geruch ist der gleiche und die Gedanken ebenso. Ab jetzt fällt es ihm schon schwer an die Kraft der Worte in der Therapiesitzung anzuknüpfen. Die Wucht des Gefühls des Aufbruchs, das er beim Therapeuten hatte, nachzufühlen. Ab jetzt reißt der Faden schon ab, gleitet durch die Finger hinweg…

Break

In all den Jahren meiner Arbeit mit Menschen wurde eins deutlich: Die reine kognitive, ambulante Therapie also das Gespräch einmal die Woche, hilft nach Aussage meiner Klienten als einzige Intervention nicht unbedingt dauerhaft. Das Gehörte ist flüchtig wie Gas. In dem einen Moment wahrnehmbar, klar zu deuten, dann löst es sich auf. Das Auflösen beginnt gleich im Alltag. Bei einem längeren Aufenthalt in einer Klinik wird die Körperebene eher mit einbezogen, das ist für eine langfristige Verbesserung der Situation wichtig.

 

 Ich bitte Dich jetzt einmal aufzustehen und dich im Raum hinzustellen.

Schon bei der Begrüßung ist mir aufgefallen, er geht nicht aufrecht, die Beine sind instabil und leicht im Knie eingeknickt.

Fühlst du dich stabil in diesem Moment? Wie nimmst du dich wahr? Was denkst du über deine Haltung? Wie ist sie für dich?

Ich fühle, das mein Oberkörper nicht aufrecht ist. Ich habe auch schon oft gehört, das ich leicht krumm wirke.

Kannst du deine Knie bitte einmal durchdrücken? Was nimmst du in Bezug auf deinen Stand wahr? Was an deiner Haltung, deinen Schultern?

Es ist anstrengend, so zu stehen. Ich kann mir nicht vorstellen, immer so zu sein. Aber ich fühle mich aufrechter.

Was fühlst du bezüglich deiner Haltung, wie ist das Gefühl bezüglich deines Kopfes und deiner Schultern? Gibt es einen Unterschied?

Ich habe mehr Stand, mehr Sicherheit. Ich stehe aufrechter, schaue mehr nach vorn, der Kopf ist oben.

Geh nochmal bitte zurück in die Ausgangssituation. Bleib da einen Moment und nimm dein Körperempfinden wahr. Du hast jetzt einen Vergleich. Womit fühlst du dich stabiler, sicherer und aufrechter? Wechsel bitte zwischen beiden Positionen und verbleibe jeweils einen Moment darin.

 Das ist total interessant, ich fühle mich besser mit durchgedrückten Beinen. Es ist ganz anders. Das macht etwas mit mir, aufrechter den Kopf zu haben.

Es verunsichert mich aber auch. Wie kann ich das lernen und dran denken?

Das freut mich erst einmal, wir bleiben an dieser Stelle. Ich bringe jetzt die Flexibilität mehr ins Spiel. Stell dir vor, da kommen negative Themen, Menschen die nicht freundlich sind oder dich belastende Situationen, die auf dich einprasseln. In welcher Position bist du eher in der Lage, dem auszuweichen und die negative Energie zurückzugeben?

Das aufrechte und grade Stehen tut mir sehr gut aber wie kann ich das üben, daran zu denken? Ich habe die Kraft dazu nicht immer. Und was meinst du mit ausweichen und Energie zurückgeben?

Und genau das erarbeiten wir jetzt im Coaching zusammen. Wir integrieren deine neue Körpererfahrung, die du als positiv einstufst. Ich lade dich ein, jetzt im Rahmen des Coachings ein weiteres Experiment mit mir zu machen, damit sich alles gut verankert. Dabei gehen wir folgendermaßen vor…..

Mit einer Veränderung des Ortes verbesserte sich sein Gefühl der Traurigkeit und des Ausgeliefertseins. Auch Gespräche in einer zugewandten Runde bekamen ihm gut. Natürlich vermied er, das Thema auf seine Depression zu lenken. Dann zurück in seinem Alltag kam die nächste Welle und ein kräftiges Tief.

Ich hatte in den Tagen unserer gemeinsamen Arbeit eine Übung vorgeschlagen, die seine Wahrnehmung und Resilienz verbinden konnte.

Er erfuhr im ersten Schritt, wie wichtig es ist, das aufkommende Gefühl von Panik, Überforderung und Hilflosigkeit erst einmal einfach wahrzunehmen. Im 2 Schritt übten wir die Akzeptanz der Situation- es ist wie es ist- aber ich komme da raus.

Dafür erarbeite ich mit ihm ein kleines Konzept, über den Körper, über eine Handlung selber aktiv bleiben zu können, nicht mehr tief abzurutschen in den Strudel der Depression. Wir trainierten achtsam zu sich zu sein, wahrzunehmen und dann in eine Handlung zu kommen.

Die Fähigkeit des Körpergewahrseins muss sich langsam entwickeln. Wir können den Körper nur ganz allmählich erfahren.

Peter A. Levine

Was bedeutet Achtsamkeit?

Achtsamkeit ist eine natürliche menschliche Haltung und bedeutet erstmal, eine bewusste und nicht wertende Aufmerksamkeit und Akzeptanz der Dinge, so wie sie sind.

Präsent im gegenwärtigen Augenblick zu sein, ohne durch den Filter des Geistes das Erlebte gleich zu bewerten, zuzuordnen oder zu interpretieren, ist ein wichtiges Merkmal der Achtsamkeit.

Die Intensität des Augenblicks wird verstärkt und unmittelbar erlebt. Das Sein-Lassen der Dinge, so wie sie sind, kann als tiefe Gelassenheit empfunden werden, als Erleichterung und wird durch etwas Übung zu Mitgefühl.

Dieser Bereich ist gut erforscht. Es gilt als erwiesen, das die Konzentration auf das Hier und Jetzt sich äußerst positiv auf unsere Seele auswirkt, auf unsere Beziehungsführung und unser Selbstbild. Wir werden schlichtweg glücklicher, gesünder, entspannter und im globalen Sinne Schöner.

Achtsamkeit wird als intensive Verbundenheit mit sich selbst erlebt, was zu einer Art inneren Frieden führen kann. Das wieder wahrnehmen können von feinen Nuancen ist ein Geschenk an sich selbst.

In den 3 Tagen übten wir dieses Tool oft und es konnte ihm – im wahrsten Sinne – in Fleisch und Blut übergehen.

Sie kam an einem sonnigen Vormittag bei mir an. Eine aufrechte und schöne Frau. Durch unser Vorgespräch kannte ich ihre Situation und wir hatten einen passenden Plan für unsere Arbeit entworfen.

Das vorrangige Thema war die Abspaltung vom ihrem Körper, vom eigenen, gefühlten Sein, von gesunden Emotionen.

Sie hatte Lichtjahre Therapie hinter sich. Auf meine Rückfrage hin erfuhr ich, es hatte nie jemand Ganzheitlich also auch Körper/Nervensystem relevant mit ihr gearbeitet. Sie hatte aber die Ahnung, das ist ein wichtiger Baustein, der ihr fehlt für ein gesundes und positives verankert sein im Leben.

Ich funktioniere nur. Ich kann mich nicht spüren und habe keine Verbindung zu meinem Körper.

In einem komplett geschützten Rahmen führte ich sie langsam, ganz langsam, in die Welt ihrer Atmung, ihrer Energie und daraus folgend, in ihre Selbstwirksamkeit. Auch Nähe und Distanz wurden definiert und haptisch erlebt.

Ganz vorsichtig und eingebettet in ein stabiles Setting voller Vertrauen und Wertschätzung, tasteten wir uns an eine Heilmassage. Ihr Körper, der nur Ablehnung und Abspaltung kannte, öffnete sich mir auf wunderbare Art und Weise. Sicherheit, Geborgenheit und viel Energie führten zu einem nachlassen des Muskeltonus.

Glückshormon?
Dopamin – Serotonin – Noradrenalin!

Was geschieht im Körper?

Durch Berührungen werden Neurotransmitter ausgeschüttet. Es wurde beobachtet, das während der therapeutischen Berührung Dopamin und Serotonin ausgeschüttet werden. Sie sorgen für eine Form von Zentriertheit und neuer emotionalen Stabilität.

Auch Hormone werden vermehrt ausgeschüttet: Das Kuschel oder Bindungshormon Oxytocin z.b.. Es hat verschiedene wichtige Funktionen. Relevant für uns ist die Stress lindernde Wirkung, die Beruhigung und damit das Gefühl des sich Wohlfühlens. Es stärkt das Vertrauen zu sich und in die Welt.

Die Endorphinausschüttung spielt für uns auch eine große Rolle. Sie können schmerzlindernd wirken, lassen Wohlgefühl entstehen und verhelfen dazu, von Emotionen nicht überwältigt zu werden.

Es gelang, ein neues und positives Selbstbild entstehen zu lassen, Sicherheit in sich wahrzunehmen und besser loslassen zu können.

Es sind kleine Schritte, langsame, kleine Schritte, aber sie gehen, Du gehst dabei in die richtige Richtung.

Die Arbeit mit dieser Klientin geht weiter. Weiter hin zu einer stabilen Integration des sich Fühlens und Wertschätzens.

Zum Schluss ein vielleicht schönes Ziel, ein gesunder Zustand Deines Selbst und ein möglicher Schlüssel für neues Denken:

Ja, ich liebe Dich!

Nein, ich bin nicht Dein Besitz!

Ja, ich liebe Dich!

Nein, ich gehöre Dir nicht!

Ja, ich liebe Dich!

Nein, dies bedeutet nicht, dass ich Dich brauche um glücklich zu sein!

Ja, ich liebe Dich!

Nein, es ist nicht meine Aufgabe Dein inneres Kind zu heilen, Dich zu vervollkommnen,

Dich glücklich zu machen…

Ja, ich liebe Dich!

Ja, ich liebe MICH!

 

Begriffe, die gut beschreiben, worum es geht, in der begleitenden Therapie: Heilung durch Körpertherapie, Körperarbeit, Körpertherapie erleben, den eigenen Körper lieben, Körper wahrnehmen, Körperbewusstsein, Körperhaltung verändern, den Körper lieben, seinen Körper fühlen.

5 Phasen der Depression | Qualität bei Co-Creation der Sinne

Erste Erfahrung mit Coaching

Erste Erfahrung mit Coaching

 

 

Meine erste Erfahrung mit Coaching.

Und was hat das mit Kaffeetassen, Bierdeckeln und Aloe Vera zu tun?

 

„ Hey Claudia wann hast du mal ne Stunde Zeit, ich brauche dich als Coach ich hab da ein Thema“.

Die Antwort kam prompt und in ihrer unkonventionellen Art mit dem Vorschlag für den nächsten Tag und dass doch bei dem schönen Wetter die Fischerhütte am Schlachtensee ein guter Ort wäre.

Unmittelbar nach meiner etwas flapsigen Frage und des darauffolgendem kurzen freundschaftlichen Austausches, musste ich erstmal darüber nachdenken, ob das jetzt so richtig war.

In zweierlei Hinsicht nachdenken:

Ist Coaching ein Weg für mich?

Geht das auch wenn man seinen Coach privat kennt?

 

Claudia kannte ich zum damaligen Zeitpunkt schon eine ganze Weile und wir konnten uns natürlich prima im Gespräch austauschen. Ob ernsthaft oder humorvoll, wir hatten eine tolle freundschaftliche Basis dafür. Natürlich wußte ich was sie beruflich macht, sie coacht andere Leute…

Ich hatte ehrlich gesagt gar keine so rechte Vorstellung was ein Coach eigentlich so macht.

Bis dato hatten für mich Coaches immer nur etwas mit Sportlern zu tun. Schneller, höher, weiter und so. Und wenn einer ein wie auch immer geartetes Problem hat, welches im weitesten Sinne etwas mit Psychologie zu tun hat, ging er zum Psychologen. Punkt!

Nun ging es bei mir aber um familiäre Verstrickungen, darum, etwas aufzudröseln was sich über Jahre in meiner Familie manifestiert hatte. Immer wieder kam ich dadurch in Situationen, wie zu diesem Zeitpunkt damals auch, wo ich dachte, das darf doch alles nicht war sein, ich sitze schon wieder zwischen den Stühlen und muss einen riesen Spagat machen, um allen gerecht zu werden. Am liebsten hätte ich damals allen auf wiedersehen gesagt und wäre weg gewesen.

Es war für mich kaum noch auszuhalten.

War das nun ein Problem, mit dem man zum Psychologen rennt? Keine Ahnung! Allerdings war ich mir ziemlich sicher, ich hab keinen an der Waffel, aber alle anderen vielleicht, oder doch ich….?

Das einzige, was ich wußte war, dass ich mit dem Ist Zustand alles andere als glücklich bin.

Der nächste Tag kam, ich hatte ein Date…. mit meinem ersten Coaching.

Was, wenn Claudia jetzt richtig ernst macht und es für mich irgendwie unangenehm wird? Kurz hatte ich den Impuls sie anzurufen und zu sagen, lass uns einfach so Kaffee trinken und die andere Sache vergessen.

Ok, ok, ich ziehe ich jetzt durch…. professionell.

In dem Zusammenhang war es für mich auch gut und wichtig, dass wir im Vorfeld ein Honorar vereinbart hatten, damit wir allein schon dadurch den privaten und beruflichen Kontext trennen konnten. Für mich war das prima und fühlte sich dadurch gut an. Ein wichtiger Schritt.

Etwas später saßen wir dann in der Sonne an einem Tisch. Ich schilderte kurz die vertrackte Situation aus meiner Sicht und plötzlich gab mir Claudia ihre Kaffeetasse mit den Worten:

„Das bist du, stell dich mal auf den Tisch“.

Die Zuckerdose wurde mein Bruder, der Salzstreuer meine Mutter, das Weinglas ihr Lebensgefährte, mein Vater wurde zum Pfefferstreuer, meine Exfrau der Aschenbecher und meine Kinder die Bierdeckel. Alle platzierte ich so, wie sie zueinander und mit mir in Beziehung standen und jeder fand seinen Platz.

Es war faszinierend. Ich schaute darauf und ich versuchte zu begreifen was ich sah.

Im wahrsten Sinne begreifen, ich konnte die Situation sehen und durch kleine Eingriffe noch etwas korrigieren. Warum stand der Eine zwischen mir und dem Anderen? Warum eine der Personen so weit weg von mir? Musste sie da stehen? Ja, sie musste! Nur so fühlte sich das gut und richtig an. Ich saß da mit offenem Mund und schaute auf die Aufstellung auf dem Tisch. Claudia sagte schmunzelnd: „Na, jetzt schaust du dir die Sache mal von außen an. Ein echter Perspektivwechsel“.

Wie zum Test verschob sie eine der Figuren und fragte wie sich das anfühlt, wenn die Position sich verändert. Ich musste sofort intervenieren, „die muss dahin wieder zurück, im Moment ist das ihr Platz“.

Sie hatte es geschafft, mir mit einfachsten Mitteln vor Augen zu führen, wie die Situation sich darstellt.

Nein, das hatte ich ja selber getan, ich hab es mir selber vor Augen geführt. Ich konnte erkennen, begreifen und sah auch, mit wem etwas geklärt werden musste, damit sich das Bild verändern darf. Hin zu dem Zustand, den ich mir wünschen würde.

Nun ging es ums Umsetzen. Und wie führe ich die nötigen Gespräche? Und auch hier stellte Claudia mir nur gezielte Fragen. „Wie würde dein Umfeld darauf reagieren, wenn du anders agierst, als sie das von dir gewohnt sind?“

Ha, gute Frage dachte ich, die würden sich ganz schön wundern und der Gedanke darüber amüsierte mich.

„Und was würde denn passieren, wenn du den neuen Weg gehst?“

„Wie würdest du dich fühlen, wenn du alles an und ausgesprochen hast?“

Das hat erstmal vordergründig nichts mit dem Umsetzen zu tun dachte ich noch, aber mit jeder dieser Fragen kam Bewegung in mein Denken. Auch hier wieder ein Perspektivwechsel, ein anderes Betrachten der Situation. Mir wurde immer klarer um die Notwendigkeit der Veränderung. Die Frage nach dem wie wurde immer unwichtiger, sie war nur noch ein Hindernis. Ich durfte einfach alte Pfade verlassen und mich auf die Veränderung freuen.

Um es vorweg zu nehmen, ich habe die Problematik letztendlich gut und dauerhaft lösen können. Wie?

Ich habe die Lösung selber gefunden aber ich wäre niemals von allein dahin gekommen. 

Am Abend nach unserem Coaching Termin bekam ich eine E-Mail von Claudia. Eine Zusammenfassung der erarbeiteten Ergebnisse, quasi nochmal alles zum Nacharbeiten und wie sollte es anders sein, auch noch ein paar Fragen.

Ich durfte also nochmal nachdenken.

Ach so, die Aloe Vera.

Augenzwinkernd teilte Claudia mir noch abschließend mit, dass sie sich bei unserem Coachingtermin einen leichten Sonnenbrand geholt hatte und es wäre doch eine nette Geste meinerseits, wenn ich ihr als kleine Entschädigung eine Aloe Vera Pflanze besorgen könne. Ihrem Wunsch nach der Pflanze für die Hautpflege bin ich dann selbstverständlich gerne nachgekommen.

Sie ist halt auch Frau!

 

Nur mit den neuen Wegen ist das so ne Sache, sage ich euch.

Die neue Richtung, die man einschlägt, ist zumindest anfangs schwierig beizubehalten.

Es zieht einen mitunter heftig zurück in die alte Spur, die ist über Jahre eingefahren und es lebt sich so bequem darin.

Und deswegen ist es ehrlich gesagt auch mit nur einem Coaching nicht getan. Veränderung braucht Zeit und eine gute Begleitung und ein sich immer wieder neu bewußt machen. Nur so kann man die Rückfallgefahr minimieren.

Aber das wichtigste ist der unbedingte Wille zur Veränderung, die Kraft braucht man. Ohne diesen starken Willen, der starken Energie, kann auch der beste Coach nichts bewirken.

Spontan fällt mir jetzt noch eine Situation ein, die aufzeigt, wie hilfreich es sein kann, wenn man einen Coach gefunden hat, auf den man auch einmal spontan und unkonventionell zugreifen kann.

Es war damals, als der junge Copilot den Germanwingsflieger bewusst in die Berge gesteuert hatte.

Just an dem Tag, als die Umstände des tragischen Vorfalls ans Tageslicht kamen. Ich wusste und spürte, dass ich beim Briefing mit der Cabincrew nicht einfach business as usual machen konnte. Ich war mir aber nicht ganz sicher, wie ich es gut und der Situation angemessen hinbekomme.

Für mich war klar das Thema der Cabinenbesatzung ist Angst, Angst vor dem, was hinter der verschlossenen Cockpit Tür vor sich gehen könnte und wo sie keinen Zugriff haben.

Vor dem Dienst rief ich Claudia an und selbstverständlich schenkte sie mir ihr Ohr.

Sie fragte, ob ich mir sicher bin, dass das vorherrschende Thema Angst wäre… kurzes überlegen meinerseits… sie fragte unterstützend weiter…. Nein es war keine Angst, es geht um Vertrauen, Vertrauen und Offenheit schoß es aus mir heraus. Mit der Problemstellung des Vertrauens fühlte ich mich letztendlich auch viel wohler fürs Briefing.

Ich bekam das super hin, so gut, dass sich die Cabincrew nach dem Flug nochmal für das Briefing und meine Offenheit bedankte.

Es ist also keine Schande sich professionelle Unterstützung zu holen, um den richtigen Weg zu finden. Ich würde es immer wieder tun und auch jedem dazu raten. Es ist ein absoluter Gewinn und sehr unterstützend.

Das waren meine ersten Berührungspunkte mit dem Coaching und seit dem hat mich das Thema nicht mehr losgelassen. Bis ich dann letztendlich selber eine fundierte Ausbildung zum Coach abgeschlossen habe.

Wie findest du einen für dich passenden Coach?

Nun gibt es mittlerweile eine reine Schwemme an Coaches und die Problematik ist, es kann sich jeder, wirklich jeder, Coach nennen. Es braucht noch nicht mal eine Ausbildung. Ich kann nur sagen, hütet euch vor denen, die euch das Blaue vom Himmel versprechen, die dich reich, sexy und schön machen wollen. Oder diejenigen, die ganz genau wissen, welchen Weg du gehen musst, um dein Ziel zu erreichen.Das ist sowas von weit weg von Seriosität und dem Grundgedanken des Coachings.

Den einzig richtigen Weg kennt nur der Klient selber und ein guter Coach unterstützt dabei diesen zu erkennen und umzusetzen.

Er hilft bei den ersten Schritten, motiviert und steht zur Seite um das Ziel zu erreichen. Aber den Weg gehen muss der Gecoachte selber, denn es sollte immer sein eigener Weg sein.

Ein erster Anhaltspunkt für eine gute Ausbildung des Coaches ist immer die Zertifizierung bei einer der beiden Dachverbände, entweder DVNLP oder ECA. Wenn das gegeben ist, dann vereinbart ihr am besten ein Probegespräch und hört in euch rein, ob die Chemie zwischen euch stimmt. Übrigens, ein guter Coach wird es euch auch nie krumm nehmen, wenn ihr ehrlich sagt, dass ihr das Gefühl habt, es passt nicht mit ihm.

Wenn euer Bauchgefühl aber ja sagt, dann herzlichen Glückwunsch, ihr habt ihn gefunden.

 

Erste Begegnung mit Coaching

 

Piloten

Piloten am Boden !

Es reicht!

Der Absturz eines Klischees – Piloten am Boden

 

Von Claudia Lehmer

Ich spreche hier natürlich immer die Frauen  bevorzugt an, auch wenn ich dafür nicht die Endungen verwende. Ich definiere Gleichstellung nicht über Endungen.

Warum dieser Artikel fragen Sie sich?

 

Weil es Zeit ist!

Weil die Zeit gekommen ist, mit Klischees aufzuräumen. Höre ich da Stimmen die sagen: “ Ach die armen Piloten, jetzt ist es mal windig und wie erstaunlich, sie jammern, nach all den fetten Jahren…

 

Warum ich darüber berichten kann?

 

  • Weil ich mit zahlreichen Berufspiloten arbeite, die Passagiere befördern. Ich unterstütze sie, irgendwie wieder auf die Beine zu kommen, eine neue Perspektive aufzubauen und sich mit dem Gedanken vertraut zu machen, diesem Traum adieu zu sagen.
  • Und weil ich hunderte Kilometer an der Seite eines Piloten inklusive Hund durch tiefe Wälder lief, um beim Verarbeiten zu unterstützen und die schlimmsten Phasen der Depressionen zu lindern und zu versuchen, neue Ziele und Visionen zu entwickeln.
    Weil mein Sohn als Pilot tätig ist, zum Glück im Cargo Bereich, da ist die Situation anders.
  • Ich habe unzählige Familien gesprochen, die zerbrechen, die keinen Ausweg mehr sehen und sich komplett neu orientieren müssen.

Und ja, es trifft auch andere Berufsgruppen, auch dort gibt es Arbeitslosigkeit und Verzweiflung und lange erstmal kein Land in Sicht.

 

Aber wissen Sie was?

 

Sie alle wollen nach Corona wieder für lau in den Flieger nach Mallorca oder in die Türkei. Sie brennen alle darauf, das der Lockdown endet und endlich des Deutschen Lieblingstätigkeit, nämlich das Reisen beginnt.

Sie sichern sich gegen alles ab, denn die Deutschen haben nicht gern Überraschungen.

Aber haben Sie schon mal darüber nachgedacht, wer da vorne sitzt im Flieger? Wem Sie Ihr Heiligtum, Ihr Leben anvertrauen? Was der Mensch da vorne denkt, fühlt, wie es ihm geht?

Nein, das Ticket soll 20 Euro kosten, das zählt. Aber irgendjemand muss den Preis dafür zahlen.

Doch der Reihe nach:
Ich arbeite seit 10 Jahren als Online Personal/Business Coach und seit etwa einem Jahr mit der Berufsgruppe der Piloten.
Dieses Berufsfeld war ganz neu und auch nicht einfach zu starten, denn Piloten scheuen erstmal davor zurück, Unterstützung zu holen und das hat Gründe:

 

Die Fakten

 

Die Ausbildung zum Verkehrspiloten kostet ca. 80.000 – 100.000 Euro, plus aller zusätzlichen Kosten für die Lebenshaltung. Und das zahlt keine ominöse, graue Eminenz im Hintergrund, das zahlen die Piloten selber. Das bedeutet, es sind ewig lange Kredite zu bedienen.
Dass die Lufthansa die Ausbildungen der Piloten übernimmt ist auch dort lange her. Die Motivation der Piloten ist, alles in die Erfüllung ihres Lebenstraumes stecken. Das Fliegen ist ein tiefer Wunsch vieler Menschen. Wenn es zum drängenden Ziel wird, lässt man sich auf solche Kosten ein.

Piloten können nur fliegen, mit allem was dazu gehört.

Das klingt merkwürdig aber es ist ein Fakt. Wer ausscheidet, der kann auf nichts anderes ausweichen. Die Kosten des Kredites laufen aber weiter, das betrifft die jüngeren Piloten.

Piloten halten häufig bis zum bitteren Ende an ihrem Job fest, auch wenn die Seele schon schreit. Sie akzeptieren schier unmenschliche Arbeitsbedingungen am Markt. Arbeitszeiten von bis zu 12 Stunden am Stück sind normal und das auf höchstem Anspannungsniveau. Depressionen und Burnout sind an der Tagesordnung.

Zerbricht eine Airline, weil sie zerbrechen soll, um den Markt anzupassen oder dem Billigkrieg nicht standhalten kann, dann gibt es neue Anforderungen an die entlassenen Piloten.

Oft habe ich den Satz gehört, na dann sollen sie sich halt woanders bewerben…

Ich möchte auch die Mär ausräumen, dass Piloten früh in Rente gehen können. Sie müssen bis zu ihrem 65. Lebensjahr durcharbeiten und das auf höchstem Level.

 

Ach ja?

So sieht das in der Realität aus

 

Es gibt altersmäßige Obergrenzen. Manche sind offen definiert, andere stehen als Nebel im Raum, in jedem Fall wird’s brenzlig ab dem 50 Lebensjahr. Sehr erfahrene Piloten sind bei den meisten Airlines gar nicht mehr gewollt. Junge unerfahrene Piloten lassen sich nämlich viel besser in das mittlerweile etablierte Billigsystem  pressen und sind gefügiger.
Natürlich sind die Menschen dann schon angeschossen. Die Arbeitszeiten ziehen an der Psyche und an der körperlichen Verfassung. Schlafmangel und das hohe Maß der ständigen Verantwortung fordern ihren Tribut. Aber gut, sie versuchen es trotzdem. Die nächste Hürde ist, welchen Typ ist man geflogen und mit wie vielen Flugstunden? Sucht ein neuer Arbeitgeber Piloten, dann gibt es Vorgaben dafür. Hat man auf dem geforderten Muster nicht genug Flugstunden, dann müssen die Piloten darauf aufwendig geschult werden. Das übernimmt kaum noch ein Arbeitgeber, denn es gibt eine große Zahl von suchenden Piloten, von Menschen, die viel Erfahrung haben aber auch in das gesuchte Muster passen müssen.
Diese Umschulung zahlen sie dann oft selber, um überhaupt eine Chance auf den Job zu haben. Da kommen Kosten von ungefähr 400-600 Euro pro Stunde Simulator auf sie zu.
Es müssen also viele Parameter stimmen: Das Alter, die Erfahrung, die Flugstunden genau auf dem Flugzeugtyp der gesucht wird, der Ort, das Land. Einen neuen Job bei einer anderen Airline zu bekommen, ist also mehr als schwierig.

Bei einer bekannten Billig-Airline zahlen die Piloten bei Einstieg dann auch ihre Uniform noch selber.

Gern gibt es dann nur eine Jacke, weil die Zweite gespart wird. Der kleine Obolus am Anfang deckt auch diese Kosten bei weitem nicht ab.
Auch die finanzielle Situation hat mit dem alten Bild der Piloten nichts mehr zu tun. Die letzten vernünftigen und fairen Verträge sind schon lange ausgelaufen oder diese Kollegen sind entlassen und was jetzt Realität ist, sieht so aus:

 

Die Airline bezahlen, um fliegen zu dürfen!

 

Es gibt nicht wenige junge Piloten, die ihren Kredit laufen haben und fürs Fliegen Geld bezahlen. Ja, sie zahlen für ihr Fliegen. „Pay to Fly“, denn sie müssen auf eine bestimmte Anzahl von Stunden kommen, die gefordert sind. Und da gibt es Airlines, die diese ausbeuterische Handhabe praktizieren.
Generell ist das Gehalt sehr viel niedriger als Passagiere das so vermuten. Es gibt ein geringes Grundgehalt und die bezahlten Flugstunden. Dazu gehören wirklich nur die Stunden, die man auch tatsächlich in der Luft ist. Vor-, Nacharbeit und Bodenstandzeiten gehören nicht dazu. Hat man weniger Flugstunden, dann ist der monatliche Scheck nicht berauschend, wahrlich nicht. Und, das verstärkt Corona natürlich enorm. Derzeit fliegen die Angestellten deswegen, wenn sie überhaupt fliegen, mit Kurzarbeitergeld.

 

Aprops Corona

 

In der Corona Krise wurden zum Teil von einigen Airlines bestehende und mühsam ausgehandelte Tarifverträge außer Kraft gesetzt. Den Piloten wurden neue Verträge unter die Nase gehalten, die es zu unterschreiben galt. Bei vielen bleiben daher auch über die Corona Krise hinaus die Arbeitsbedingungen, sowie die Gehälter auf einem schlechteren Niveau als vorher und das für Jahre. Es wurde in einigen Fällen auch offen mit Kündigung gedroht, wenn der neue Vertrag nicht unterschrieben wird.

Ob sich da nicht so manche Airline durch die Corona Krise für die Zukunft gesund und schlank stößt? Und das ausschließlich auf Kosten der Mitarbeiter.

 

Zurück zu den Piloten

 

Für die extrem langen Arbeitszeiten, für die enorme psychologische und körperliche Dauerbelastung ist der Verdienst viel zu niedrig. Im Vergleich zu einem Job in der Wirtschaft, bei dem ein Manager für seine Entscheidungen nicht wirklich belangt werden kann und die Zeit hat, dutzende Meetings vor einer Entscheidung abzuhalten, trägt ein Pilot gegenüber seinem Arbeitgeber und den Passagieren die ganze Verantwortung und wird heftig belangt bei Fehlern. Dieser Dauerstress müsste eigentlich vergoldet werden. Entscheidungen müssen im Cockpit in Sekunden oder wenigen Minuten getroffen werden, Konsequenzen müssen sie allein tragen.

Wer sich in den Augen des Arbeitgebers zu oft krankmelden muss, egal aus welchem Grund, wird ruckzuck zu einem „Personalgespräch“ vorgeladen und das hat Verhör ähnlichen Charakter. Folglich fliegen viele Piloten lieber krank als sich das antun zu müssen.

 

Depressionen, Burnout und Verzweiflung sind kein seltenes Phänomen

 

Ich habe so viele dieser Geschichten gehört und sie auch an der Seite einiger Piloten genau so miterlebt.

Nun, man darf als Pilot offiziell nicht daran erkranken, das ist das Ende in diesem Job. Sobald eine Depression oder Burnout aktenkundig wird, ist man raus.
Jetzt sagen vielleicht einige, das ist gut so, sonst kann man diesen Job auch nicht mehr ausüben…das stimmt.

 

Aber es dürfte gar nicht dazu kommen, das ist der Punkt

 

Die Arbeitsbedingungen und die öffentliche Wahrnehmung müssten dieser Realität angepasst werden.

Dass die Piloten also mit ihrer belasteten Psyche nach außen treten, sich unterstützen lassen, ist selten. Um sich frühzeitig und präventiv Hilfe zu holen, werden offizielle  Einrichtungen gemieden, wie beim Teufel und dem Weihwasser. Es stellt eine zu große Gefahr für ihren Job dar.
Der Kessel im Körper läuft auf Hochtouren und es wird weiter geflogen, um jeden Preis.
Apropos Preis: Für möglichst ganz wenig, weil das Ticket darf ja nur 20€ kosten.

 

Hier ein kleiner Auszug aus einem normalen Tag eines Klienten bei einer

Billigfluggesellschaft

 

Ca. 3 Uhr aufstehen, um 5 Uhr auf dem Flughafen sein. Auf dem Flughafen sind die Parkplätze auch für meinen Klienten kostenpflichtig, der Arbeitgeber beteiligt sich nicht daran. Daher steht er weit weg und läuft ca. 20 Minuten zum Crew Eingang. Dann ein 12 Stunden Dienst am Stück, 4 Legs fliegen, dabei als Kapitän die Verantwortung für ca 800 Menschen übernehmen. Jede Situation in diesen 12 Stunden muss exakt bewertet und entschieden werden.
Es gibt kaum weitere Berufe, die auf diesem hohen Stresslevel laufen. In dieser Zeit gibt es seitens des Arbeitgebers keinerlei Verpflegung, kein Wasser, kein Snack, nichts. Mein Klient fuhr mit einer Brotdose und einem Saft zur Arbeit. Nach dem Dienst den Papierkram, erledigen, eventuell einen Bericht zu Spritverbrauch, Verspätungen oder Zwischenfällen schreiben, denn man will ja ein „Personalgespräch“ vermeiden. Dann die 20 Minuten zurücklaufen zum Auto. Daheim schnell Essen, runterkommen, den Partner kurz drücken und ins Bett, denn um 3 oder 4 Uhr klingelt wieder der Wecker. Bei diesem Beispiel ist die Arbeitszeit der Airline 5/4, das heißt, 5 Tage am Stück diesen Dienst, dann 4 Tage frei. Nach dem 5 Tag ist man sowas von durch, dass man von den 4 freien Tagen mindestens einen ganzen Tag zum resetten und erholen braucht. Dann bleiben noch 3 Tage. Am Ende des 3 Tages früh ins Bett, denn es geht wieder los.
Piloten müssen per Gesetz alle 6 Monate in den Simulator. Bei diesem Beispiel, bei einer bekannten Airline, müssen die Piloten sich dabei um alles selber kümmern und selbst bezahlen. Sie zahlen Anreise, Hotel und Verpflegung. Die kleine Jahrespauschale deckt die Kosten in keinem Fall ab. Sie wohnen also nicht schick in lichtdurchfluteten Hotels oder gockeln durch die Foyers, diese Zeiten sind lange vorbei.
Ich habe mit Menschen zu tun, die im Coaching Gespräch in Tränen ausbrechen. Sie haben, sofern sie älter sind, in ihrer Vergangenheit ganz andere Berufserfahrungen gemacht. Ich erinnere an die unglaubliche und aus meiner Sicht fast kriminelle Auflösung von Air Berlin.

Was sind wir nicht alle gern in unserer Airline geflogen.

Kein Aufschrei als sie abgewickelt wurde, um einem anderen Anbieter das Feld zu überlassen. Ich hatte noch versucht, mit einigen Mitarbeitern von Air Berlin, einen Brandbrief in einer Tageszeitung zu veröffentlichen.

 

Wissen Sie, woran der Brandbrief gescheitert ist?

 

Es ist gescheitert, weil die meisten Mitarbeiter, die Piloten, sich sicher waren, sie werden nicht abgewickelt, das Air Berlin nicht sterben wird. Sie waren im Herzen, im Leben und ihrem Alltag so tief identifiziert mit dieser Airline, das sie es nicht für möglich hielten. Wir wollten dann einen Generalstreik selber organisieren, denn die Gewerkschaft war nicht hilfreich. Auch da gab es von den meisten Piloten keine Unterstützung, denn sie wollten ihrem Arbeitgeber nicht schaden, sie glaubten an den Fortbestand.
Es ist nicht nur dieses Gefühl, ein schweres Gerät in die Luft zu bekommen, nicht nur, besondere Wolkenformationen zu sehen. Diese Berufsgruppe übernimmt unglaubliche Verantwortung für Abläufe und Entscheidungen, das ist Hauptteil des Jobs. Das geht nur schadlos, wenn es ein hohes Maß an positiver Identifikation gibt und an Wertschätzung, ansonsten läuft jeder Mensch leer. Es gibt nur wenige Berufsfelder, in denen Menschen in so kurzer Zeit so viele Entscheidungen treffen müssen.

 

Schon mal beim Billigticketkauf darüber nachgedacht?

 

Es ist unglaublich, dass noch immer so viele falsche und alte Klischees in den Köpfen der Menschen rum geistern. Dass ich negative Bemerkungen im Internet bekomme, wenn ich über meine Arbeit und über die immens hohe seelische Belastung dieser Berufsgruppe berichte, über die Zunahme des sich ausgebrannt Fühlens. Wenn ich in den Medien verfolge, in welcher Verzweiflung sich doch die Deutschen befinden, dass das Fliegen corona bedingt noch schwierig ist, kann ich es nicht fassen.

 

Es geht um Ihre Sicherheit!

 

Ich bitte um Respekt für diese Berufsgruppe, um Wertschätzung, um Übernahme einer Verantwortung beim Ticket buchen, beim Mund halten, wenn man nicht genau informiert ist und beim sich bewusst machen, was diese Menschen leisten. Und ganz besonders, dass viele Piloten Unterstützung brauchen, offen darüber reden sollten und sich nicht krank ins Cockpit setzen müssen, das ist absolut sicherheitsrelevant.

Ich schließe bei meinen Zeilen alle anderen Berufsgruppen mit ein, für die es sich gehören würde, das diese Menschen von der Öffentlichkeit wahrgenommen und gesehen werden. Dass ihr Berufsalltag es ihnen ermöglicht, nicht an ihrem Job zu erkranken, weil der Dauerstress einen bricht. Dazu gehören für mich auch alle Pflegeberufe!

 

 

Claudia Lehmer

www.claudialehmer.de

info@claudialehmer.de

Von einer Nahtoderfahrung und dem Weg aus der Krise

Von einer Nahtoderfahrung und dem Weg aus der Krise

Nahtoderfahrung

Weg aus der Krise

Von einer Nahtoderfahrung und dem Weg aus der Krise

 

 

 

…..und plötzlich ist alles anders

Dies ist ein sehr persönlicher Artikel, so persönlich wie deine Themen, die du anvertraust oder beabsichtigst sie mir anzuvertrauen…. es geht um meine Nahtoderfahrung

Auf meiner Website schreibe ich unter dem Punkt – Über Mich – …mir ist nichts fremd, wir begegnen uns auf Augenhöhe. Als ich das schrieb, da wusste ich nicht, es gibt noch einige Dinge die ich nicht erlebt habe. Darüber möchte ich berichten.

Warum schreibe ich über ein so intimes Ereignis der Nahtoderfahrung, fast einem Tabuthema.

Ich bin, sicher es gibt viele Menschen die sich damit beschäftigen, was passiert, wenn man in einer scheinbar hoffnungslosen Situation ist und wie kommt man aus einem Trauma, das entsteht wieder raus. Ich werde über die Entstehung berichten, dem Verlauf und dem Weg aus der Krise zurück ins Leben.

Vor nicht allzu langer Zeit, der genaue Zeitpunkt spielt an dieser Stelle keine Rolle, befand ich mich in einem Park in Berlin, voller Vorfreude auf ein gemeinsames Picknick mit intensiven Gesprächen und gutem Wein. Ich begann den Nachmittag mit einigen Sonnengrüßen unter einem schattigen Baum. Ich genoss die Dehnungen und fühlte mich intensiv. Bei diesen Übungen fühlte ich viel Energie und große Freude an meinem Leben und war unendlich weit weg vom Thema Nahtoderfahrung.

Kurze Zeit danach stach mir eine Wespe durch die Yogahose ins Bein.

Es waren viele Jahre, ja Jahrzehnte vergangen, seit dem letzten Mal. Ich wusste, ich bin allergisch, aber es war ewig her und der Ausgang damals schmerzhaft aber nicht bedrohlich.

Ich fühlte großen Schmerz, versuchte zu kühlen, zu reiben. Was dann passierte kann getrost als Kaskade hinab bezeichnet werden. Innerhalb von Minuten ging es mir sehr schlecht, ohne in Einzelheiten zu verfallen. Es war recht schnell klar, ich brauche den Notarzt, ich hatte einen anaphylaktischen Schock, mitten auf der Wiese im Park.

Die erste Zeit mit den Ärzten nahm ich bewusst wahr. Ich folgte, so gut es ging, ihren klaren Anweisungen, meine Begleitung ebenso. Ich wurde mit unzähligen Zugängen gespickt über die meine lebenswichtige Arznei lief. Zu diesem Zeitpunkt glitten dann meine Gedanken und meine Sinne langsam etwas ab. Ich fühlte, das Schließen der Augen ist wohltuend. Ich wollte mich in meinen Körper zurückziehen, in ihm abtauchen. Das laute Rufen der Ärzte führte zum Öffnen der Augen, ich sollte sie ansehen. Das fiel mir immer schwerer, ich wollte nur bei mir, in mir sein.

An dieser Stelle endet meine Erinnerung an das Außen.

 

Ich konnte dem Sog, der mich nach innen zog, nicht mehr entkommen. Ich ließ mich fallen, absacken, dahingleiten. Es fühlte sich an wie auf einer leichten Welle, getragen, fließend.

Ich spürte keine Angst, keine Panik. Es zogen keine vergangenen Bilder vorbei, keine offenen Wünsche oder Traurigkeit. Ich betrachtete das langsam Fließende. Der Sog in eine Richtung verstärkte sich, als ob er jetzt mächtiger werden wollte, drängender. Das nahm ich bewusst wahr. Das eher ruhig fließende wurde machtvoller, wollte mich. Ich spürte, dass ich dagegen ankommen sollte. Weg davon, unbedingt weg davon. Ich stemmte mich dagegen. Intuitiv wusste ich, ich muss in die andere Richtung, ich muss dagegen kämpfen, unbedingt kämpfen. Wie sich später herausstellte, wurde mir in genau dieser Phase ins Ohr gesagt: kämpfe, du musst kämpfen.

Ich erinnere das Öffnen meiner Augen. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich keine Erinnerung an meinen eigenen Kampf. Ich hielt die Augen offen und hörte die Ärzte sagen, sie ist durch. Danach ging es sehr schnell. Die Medikamente schlugen rasch an und ich konnte transportiert werden.

Die Erinnerungen an meinen eignen Kampf kamen etwas später, irgendwann im Krankenhaus. Ich fühlte ein komplettes Durcheinander. Da war nachträgliche Angst, starke Erschöpfung aber auch reine Dankbarkeit.

Die ersten Atemzüge vor dem Krankenhaus werde ich nie vergessen. Tränen flossen, tiefes Glück zu leben.

Ich möchte über diese Nahtoderfahrung sagen, ich empfand sie anders, als ich es vorher dachte. Es waren keine Bilder der Liebsten, kein Ablauf meiner Jahrzehnte, auch keine Angst. Dieser Zustand kurz davor ist erstmal sehr friedlich. Ich konnte aber auch noch eine Entscheidung treffen, aktiv eingreifen, ich hatte unfassbares Glück.

Die ersten Tage danach.

 

Sie standen unter dem Zeichen des Schocks, für mich und meine Begleitung. Wir hatten ein starkes Bedürfnis uns auszutauschen darüber. Die Einzelheiten die jeder für sich empfunden und wahrgenommen hat, waren alle wichtig. Wir gingen es oft durch, sprachen von dem individuellen Erleben. Vorsichtig versuchte ich mein Überleben, meine Nahtoderfahrung zu beschreiben, ohne meine Umgebung zu verschrecken.

In dieser Phase halfen intensive Gespräche mit den Beteiligten und Ruhe, einfach Ruhe. Der Austausch ist sehr wichtig bei der Verarbeitung. Bitte achtet in dieser Phase darauf, euch genau anzuschauen, wem ihr euch anvertraut. Ihr solltet nur Menschen zum Gespräch wählen, die empathisch sind und denen ihr vertraut. Alles was zu Diskussionen führen könnte, versucht zu vermeiden. Das würde euch zu viel Kraft kosten.

Ich fühlte meinen Körper und konnte auf den Ablauf seiner Funktionen vertrauen.

Das war zu diesem Zeitpunkt schon viel. Mein Wissen um Körper als Therapeutin half, immer in mich hinein hören zu können. Was brauchst du Körper? Was kann ich für dich tun? Es ist extrem wichtig in sich zu hören, ganz tief reinhören, spüren. Meine Fragen beantwortete mein Körper mit der Bitte um Ruhe, Schlaf und viel zärtlicher Pflege. Das war ein wichtiger Bestandteil bei meinem Weg aus der Krise.

Für diese Phase empfehle ich euch, hört aufmerksam und ehrlich in euch rein.

Egal was im Außen ist, hört auf euch und kommt dem nach.

Ich meditierte zwischendurch, atmete tief und visualisierte mein Licht im Körper, die Organe, die Versorgung aller Zentren. Ein Trauma ist im Körper manifestiert, er braucht viel Liebe und Zuwendung. Das Visualisieren von eurer Energie im Körper hilft, euch einen Zugang zu verschaffen und Kraft entstehen zu lassen.

Meine Gefühle wechselten häufig. Von unendlicher Dankbarkeit zu leben hin zu großer Traurigkeit. Ich, die so gern lebt, intensiv ist, kraftvoll, positiv, voller Pläne….ich fühlte mich ausgebremst, meiner Kraft beraubt und unfair behandelt.

Meine Panik allen Insekten gegenüber versuchte ich in der ganz ersten Phase einfach zu beobachten. Was hilft mir damit jetzt umzugehen? Erstmal war es Unterstützung holen. Bitte schau auf mich, wenn ich draußen bin. Bitte habt mich im Auge. Sah ich etwas, das sich auf mich zu bewegte, half bewusstes Atmen. Damit konnte ich aufkommende Panik bremsen. Ich hörte meinem Atem zu, ein aus, ein aus.

Es war klar, je mehr Panik aufkommt, je mehr ziehe ich die Insekten an. Bewusst setzte ich mich damit auseinander, dass mich in den letzten Jahrzehnten meine Ruhe im Umgang mit ihnen gut durch die Zeit brachte. Das hat sich also bewährt. Nun gehe ich einfach rein, wenn es mir draußen zu viel wird und auf der Straße hilft mein Vertrauen in mich und mein Leben.

Heute fühle ich mich näher an mir als je zuvor. Ich schätze meine Kraft, meinen Körper und vertraue auf ein erfülltes Weiterleben.

Dieses Erlebnis der Nahtoderfahrung brachte mich auch noch mehr zu der gesicherten Erkenntnis, dass unser Körper so viel mehr ist als eine schöne Ummantelung unserer Selbst.

Unser Körper hat alles in sich, spiegelt, reagiert, leidet und legt quälende Themen als Blockaden ab.

 

In ihm zu sein, die Funktionen zu kennen, ihn mit Energie und guter Rede zu nähren, die Zentren zu segnen und viel Selbstliebe zu entwickeln, das ist eine zentrale Aufgabe in meinem Coaching, in dem die Körperarbeit integriert ist, und das immer!

Wir arbeiten auf Augenhöhe, es gibt nicht viel, das ich nicht erlebt hätte.

Claudia Lehmer Life Coach

Das TAO und WU WEI

Das TAO und WU WEI

Das TAO und WU WEI

 

Als ich vor vielen Jahren noch ganz eifrig mit tantrischen Massagen und Themen unterwegs war, hatte ich als Stammkunden einen Tao Meister. Er erklärte mir eine ganz neue Sicht auf mich und die Welt, weihte mich ein.
Gelassenheit und eine gewisse Gnade mir gegenüber stellten sich ein.
Dieser wunderbare Mensch schenkte mir auch ein Tibetisches Glöckchen, uralt. Es hängt jetzt am Edersee in meinem Arbeitszimmer. Nur wenn man zufällig drankommt, gar nicht forcieren, dann klingt es schön, bringt es Ruhe und Frieden. Zu der Zeit wusste ich noch nicht viel darüber. Ich las Bücher und lernte, es ist eine uralte Lehre Chinesischer Weisen. Tief spürte ich, das macht was mit mir. Ich lernte den Nieren Nullpunkt am Fuß, lernte eine wirklich ganzheitliche Sicht auf Körper, ganz alt und auch medizinisch ausgerichtet.
Heute fiel mir ein Buch in die Hand, in dieser Zeit las ich es oft. Ich möchte es gern empfehlen, es ist eine Bereicherung. Geschrieben hat es Theo Fischer, WU WEI, die Lebenskunst des Tao.

Ein Beispiel zum Thema Krise überwinden mit Wu Wei :

Wer je in seinem Leben eine tiefgreifende Krise erlebt hat, der erinnert vielleicht, die Wende zum Besseren trat erst ein, als du aufgehört hast zu kämpfen. Aufhören mit sinnlosen Kämpfen gegen sich selber, leben im Augenblick, nach dem Fluss des Lebens richten, das bedeutet Wu Wei, Nichtstun. Das bedeutet nicht, man soll träge sein und nachlässig werden, es bedeutet nur, handle nicht gegen deine innere Autorität, dem Tao. Sehr spannend. Ich sende ein liebevolles Danke an diesen Mann.

Schöner Auszug:

Es gibt ein Lernen, das uns verstehen lässt, was wir sind. Aus diesem Verständnis entsteht eine völlig neue Art des Handelns: WU WEI. Das heißt handeln durch nicht Eingreifen, durch geschehen lassen. Es ist die Fähigkeit, das Steuer des Lebens jener Macht zu überlassen, die eine Dimension von uns selbst ist und die Laotse einst das TAO genannt hat.
Gemeint ist eine gewisse innere Ruhe mit sich selber, Kraft daraus schöpfen, dem eigenen Kompass folgen. Unbeirrt was im Außen verlangt wird, die eigene Lebenskrise überwinden.

Ängste überwinden kann man lernen!

Ängste überwinden kann man lernen!

Seine Ängste überwinden kann man lernen!

Stellen Sie sich vor, Ihre ganz persönlichen Ängste wären überwindbar für Sie und hätten nicht mehr die starke Zugkraft. Sie würden entspannter in kritische Situationen gehen können, hätten eine erfülltere Partnerschaft, besseren Sex und einen festen inneren Kompass. Das kann man lernen und gut integrieren. Das Vermeiden von unangenehmen Situationen wäre weg, Sie hätten das Gefühl eines glücklichen Seins, geprägt von Stabilität zu sich selbst.

Wie ist das mit der Angst?

Die Angst, die uns gern als kleines Monster auf der Schulter sitzt, ist erstmal in der Historie sinnvoll. Sie warnte uns früher vor extrem lebensbedrohlichen Situationen. Der Säbelzahn Tiger hinter uns war eine echte Gefahr und heute warnt sie auch in der Gegenwart, aufpassen bei Blitzen, nicht bei Sturm raus usw.

Wenn die Angst aber über das Warnen hinaus ständig die Kontrolle und die Regie über unser Verhalten übernehmen möchte, dann gehört sie erstmal verbannt an den Tisch im Keller. Die Regieübernahme der Angst geht manchmal soweit, dass permanente Angstzustände bis hin zu Panikattacken entstehen können, was für die Betroffenen extrem belastend ist.

Wie kann man Ängste überwinden?

Es ist möglich einen anderen, neuen Umgang mit Ängsten zu erlernen. Es geht hierbei vor allem darum, neue Handlungsmöglichkeiten zu nutzen, den Blick zu verändern, die Regie zu übernehmen und sich zu entspannen. Das ist ein wichtiger Teil meiner Arbeit im persönlichen Coaching. Diese Coachings biete ich auch via Zoom als Zoom Coaching an.

Das Ziel dieser Coachings ist ein neuer, persönlicher Handlungsrahmen, in dem Sie stabil in Ihrer Verantwortung zu sich selbst stehen, sich positiv und voller Liebe betrachten. Der neue und positivere Umgang mit der Angst, auch gepaart mit der Anerkennung ihrer wichtigen Warnfunktion, wird sehr erleichternd für Sie sein. Sie werden nicht mehr von ihrer Angst gehetzt und dominiert, sondern Sie führen die Regie.

Ängste loswerden – Aus meinem Arbeitsalltag

Vor ca. 2 Wochen saß mir ein Mann gegenüber, Anfang 50, nennen wir ihn Tim. Er befand sich in einer schwierigen Phase. Seine Partnerin wollte eine Veränderung in der Beziehung, diese Mühle nicht mehr so weiter laufen lassen. Sie überlegten gemeinsam, ob eine Trennung auf Zeit von der Partnerschaft sinnvoll wäre? Mal etwas Luft für jeden, Raum schaffen und die Möglichkeit haben, an Themen zu arbeiten, Gefühle auch mal bis zum Ende zu fühlen, jeder für sich.

Auf meine Frage was sein zentrales Thema ist, also sein Anteil an dieser Beziehungssituation, sagte er:

„Ich habe immerzu Angst, sie ist ständig vorhanden und leitet mich. Meine Freundin erträgt das wohl nicht mehr.“

Wovor hast Du Angst?

„Vor mir, meinem Leben, der Zukunft, vor allem. Ich mag mich deswegen auch nicht.“

Auf meine Frage was er ändern möchte, sagte er:

„Ich möchte die Ängste loswerden denn sie zerstören alles.“

Wie groß ist dein Wunsch am Thema Ängste loswerden zu arbeiten?

„Sehr groß, es geht mir sehr schlecht.“

Ängste überwinden mit meinem Coaching

Wir arbeiteten in sechs Sitzungen, in dem das Coaching NLP in Verbindung mit der Körpertherapie genutzt wurde. Tim erlernte neue Strategien, verstand warum er so lange in alten Mustern hängen blieb und erlebte einen neuen Zugang zu seinem Körper und seiner Seele. Das führte zu einer Stärkung seiner Selbst, er konnte den unangenehmen Ängsten die Stirn bieten und die warnenden Ängste erkennen zu begrüßen und in seinem Leben als wichtiges Element zu akzeptieren.

Bereit Ängste zu überwinden?

Ich lade Sie ein loszulassen was man nicht festhalten muss und Ihre Ängste zu überwinden und zu transformieren. Machen Sie sich frei davon.

Bitte vereinbaren Sie Ihr erstes und kostenfreies Ersttelefonat/ Skypegespräch mit mir, ich freue mich darauf, Sie zu unterstützen.

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Ängste überwinden Kann Man 1a Lernen | Claudia Lehmer